Ups I did it again!

Ups I did it again!

Die globale politische Situation auf unserem Planeten scheint sich immer stärker aufzuheizen.
In der vorletzten Märzwoche hatte ich eine Vision. Ich sah eine kreisförmige Bewegung, die in meinem Umfeld einsetzte, einen großen Strudel erzeugte, mich einschloss, ergriff und in die Tiefe riss. Doch so heftig und unerwartet, wie die Bewegung eingesetzt hatte, so abrupt endete sie auch. Danach trug mich unendliche Stille aus des Strudels Mitte hinein in die Sonne meines Seins. Das fühlte sich gut an :-)). Doch wie jedes Mal, wenn ich Geschehnisse vorhersehe, bleibt es mir nicht erspart, sie mit allen Höhen und Tiefen zu durchleben. „Du wirst im Nachhinein dankbar sein“, sprach Meister Kuthumi, „für die Ereignisse die sich jetzt vollziehen, denn sie werden dich in deine unerschütterliche Ruhe bringen.“ Bei seinen Worten wurde es mir leicht mulmig. Doch ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, die Tür erst dann zu öffnen, wenn die Erfahrung im Hier und Jetzt bei mir anklopft. 
Diktatoren, Narzissten scheinen zurzeit wie Pilze aus dem Boden zu sprießen. Das alte männliche Feld kämpft mit aller Verbissenheit um die Macht. Die Mittel, derer sie sich bedienen, sind Dominanz, Dogmatismus, Kontrolle und ein gnadenloses Urteil ohne jedes Mitgefühl. Ich möchte hier nicht missverstanden werden. Das ist jetzt kein Affront gegen Männer. Im Gegenteil, diese Welt braucht starke Männer. Stark in ihrer Liebe, weise in ihrem Denken und kraftvoll und klar in ihrem Handeln für ein lebendiges Miteinander auf Augenhöhe. Und diese Männer brauchen keine Frauen die sie bemuttern, sondern eine Partnerin auf Augenhöhe, die ihnen etwas zutraut. Doch dazu müssen wir erst unser inneres Kind heilen. Und diese Heilung will jetzt vollzogen werden. Unser Schattenkind will in die Sonne, um zu heilen.
Das verletzte und mangelversorgte, innere Kind des Mannes sucht in jeder Frau die Mutter, die ihn trägt und nährt. Doch solange er nicht für sich selbst liebevoll sorgen kann, erlebt er sich abhängig von ihrer Liebe und dadurch eben auch entmachtet. Sein Schattenkind übernimmt die Zügel. Der Ausweg, so scheint es diesem, ist, die Mutter in der Frau zu bekämpfen, zu bestrafen und zu erniedrigen, damit er größer erscheinen und sich als Mann fühlen kann. Je tiefer die Liebe zwischen Mann und Frau, desto größer die Angst, in Ungnade zu fallen und sie zu verlieren. Und auch der Zorn wächst schnell ins uferlose. Denn die Gedanken, in Anbindung der vergangenen Erfahrungen, haben den Schatten schon über die Zukunft geworfen. Der verletzte kleine Junge ist sich seiner Liebe nicht sicher und er verletzt, um sicherzugehen und in seiner Wahrnehmung Bestätigung zu finden. Denn was wir kennen, damit kennen wir uns aus. Es schenkt uns einen vermeintlichen Halt. 
Das verletzte kleine Mädchen in uns, ist versucht in jedem Mann den Vater zu suchen … in seinem Schoß zu verweilen, auf der Suche nach Geborgenheit, Sicherheit, Trost und Halt. Doch unterdrückt der Vater das Weibliche in sich, muss er seine Tochter von sich stoßen. Er kann sie nicht halten. Bedürfnisse zu zeigen ist für ihn gleichbedeutend mit Schwäche. Hat er keine Bedürfnisse, kann ihm diese auch niemand verweigern. Gefühlsmäßig bleibt er dadurch in der vermeintlich stärkeren Position. Der Preis dafür ist hoch, denn die Folge ist Mangel und Isolation. Für sich sorgen kann er so nicht. Das weibliche verletzte innere Kind lernt schnell, sich zu beherrschen, Bedürfnisse nach Sicherheit und in Liebe gehalten sein, zu unterdrücken. Denn es erhält die Liebe des Vaters nur dann, wenn es Stärke beweist, seine Werte teilt. Und es beginnt, um die Liebe des Vaters im Mann zu kämpfen. Ziel ist, im Lebenszentrum des bislang unerreichbaren Vaters zu stehen. Denn erst durch sein Sehen und seine Anerkennung ihrer weiblichen Qualitäten, fühlt sich die Tochter erhoben und gleichgestellt. Doch gleichzeitig muss sie gegen die Werte des Vaters kämpfen. Die weiblichen Werte über die männlichen Werte stellen. Sie abwerten, um ihren gefühlten Minderwert zu kompensieren. Ein fortwährender Kampf darum, gesehen und erkannt zu werden, in ihren liebenswerten Qualitäten … 
Erst wenn unsere inneren Kinder geheilt, können Mann und Frau sich auf Augenhöhe begegnen. Ihre unterschiedlichen Qualitäten gleichwertig anerkennen und miteinander teilen. Erst dann ist der Mann in der Lage, sich selbst mit Verständnis und Liebe zu begegnen. Mit offenem Herzen kann er sich mitteilen. Er kennt seine Bedürfnisse und kann liebevoll für sich sorgen. So muss nicht mehr hart sein, um sich als ganzer Mann zu fühlen, sondern kann die Stärke seines Herzens erfahren. 
Die Frau darf den Mann aus der Forderung nach Liebe und Verständnis, Sicherheit und Halt entlassen. Ihre Aufmerksamkeit nach innen wenden, sich ihrer Weiblichkeit hingeben und ihren eigenen unerfüllten Raum damit beleben. Sich selbst in ihrer Liebe erkennen, schätzen und getragen fühlen. 
Allumfassender gesehen, dürfen wir, egal ob Mann oder Frau, sowohl unsere männlichen als auch weiblichen Anteile erlösen, damit wir uns in Liebe erkennen und unsere unterschiedlichen Gaben miteinander teilen können. Dann hat der Kampf ein Ende.