Chaos – Übergang in eine neue Ordnung

Chaos – Übergang in eine neue Ordnung

Zeitqualität

• die alte Ordnung nicht mehr aufrecht halten können • Kontrollverlust • Phasen völliger Irritation • Zweifel, Verzweiflung • Gefühlsausbrüche, Zusammenbrüche • Ängste, alte Filme fahren • Projektionen erkennen • auf dem Boden landen • Erwartungen loslassen • bei sich ankommen • Hingabe • die neue Ordnung entstehen lassen • männlich und weiblich miteinander vereinen • all deine Bedürfnisse anerkennen

Diejenigen deiner Bedürfnisse, die du lange zurückgestellt hast, verschaffen sich nun Raum. Du fühlst immer stärker die Notwendigkeit, dein Leben so umzugestalten, dass deine grundlegenden Bedürfnisse gewährleistet sind.
Doch sei achtsam und schenke dir die Zeit, die du brauchst, um Entscheidungen zu treffen, die dich stärken.

Zweifel entsteht aus einer inneren Zerrissenheit. Ein grundlegendes Bedürfnis jeden Menschen ist Sicherheit. Doch ebenso hat er das Bedürfnis nach Stimulanz.
Der sicherheitsbedürftige Anteil will die alte Ordnung aufrechterhalten, komme, was wolle. Doch der Abenteurer will auf zu neuen Ufern, und zwar sofort. Bildlich gesprochen erzeugt dies ein Fahren mit angezogener Handbremse.

Sicher kennst du das Gefühl, noch nicht so weit zu sein, wie du gerne wärst, oder glaubst sein zu müssen. Was bewirkt das in dir?
Wahrscheinlich Folgendes: Du wertest es als Versagen. Und während ein Teil in dir dem gefühlten Versagen ausweicht und sich ablenkt, indem er Serien schaut, Party macht oder auf dem Sofa sitzend Schokolade in sich reinstopft, treibt der andere Teil dich an, noch mehr zu tun, dich noch mehr anzustrengen, um besser zu werden …
so lange, bis du erschöpft zusammenbrichst.

Sei sanft mit dir, es braucht Zeit, um die Verbindlichkeit zu dir selbst, und deinen Bedürfnissen gegenüber, in deinem Herzen neu auszurichten und zu verankern. Bis die Bewegung aus deinem Herzen entsteht, der du vertrauensvoll folgen kannst, wirst du zwischen diesen beiden Polen hin und her pendeln.

So kann es sein, dass jemand eines Morgens aufwacht und denkt: Ich kündige heute meine sichere, gut bezahlte Professur für Anglistik und unterrichte statt dessen Poetry Slam an der Volkshochschule.
Lass die Entscheidung reifen, sonst machst du dir den nächsten Tag Vorwürfe. Wahrscheinlich findet der Professor, aus meinem oben genannten Beispiel, tags darauf den Gedanken fast schon "schamig" und wertet sein Bedürfnis ab. Wiederum ein paar Tage weiter, beginnt er vielleicht anzuerkennen, dass alles seine Berechtigung hat und vertraut seiner inneren Bewegung.
Befindest du dich in einem Neuorientierungsprozess, erlaube dir Beistand von Menschen deines Vertrauens. Solche, die dir nicht nur sagen, was du hören willst. Alleine fällt es oftmals schwer, die alte Spur zu verlassen.
Wie du dich in den Phasen der Neuorientierung unterstützen kannst, kannst du hier: Erinnerung in Krisenzeiten nachlesen.
Erwartungen, was man tut, halten uns auf der alten Spur. Viel zu oft übernehmen wir von außen gesetzte Prioritäten als unsere Standards. Deshalb braucht's bildlich gesprochen hin und wieder ein paar kleine bis mittelschwere Erdbeben, um deine alten Wege unbegehbar zu machen und deine Bereitschaft zu erwecken, dich für neue Wege zu öffnen.

Es dürfen sich Lösungen entwickeln, die alle Bedürfnisse und ebenso all deine Talente und Fähigkeiten gleichberechtigt mit einbeziehen. Du musst nichts, auch dich nicht, dazu ausschließen.