Zeitqualität 16.12.2025 – Wenn Schutz zu einer Rolle wurde
Innere Rollen, Schutzmechanismen und das Ende einseitiger Verantwortung
In der aktuellen Zeitqualität zeigt sich eine leise, aber tiefgreifende Bewegung, die alte Seelenverträge und Rollen aus frühen Familiensystemen berührt. Es zeigt sich nicht im Denken, sondern im Körper. Die aktuelle Zeitqualität wirkt derzeit wie ein inneres Aufdrehen.
Nicht von außen, sondern dort, wo wir uns einst aus Schreck festgezogen haben.
Manche Worte tauchen nicht zufällig auf.
Sie kommen nicht aus dem Verstand, sondern aus einer tieferen Schicht des Feldes. Im letzten Heilenden Feld zeigte sich gegen Ende ein solches Wort, unscheinbar, fast beiläufig: Schreckschraube. Und doch lag darin eine ganze Geschichte.
Eine innere Bewegung, die viele von uns kennen: Ein Erschrecken, oft sehr früh im Leben.
Ein Zusammenziehen. Ein Sich-Verdrehen im Inneren, um zu überleben.
Diese Zeitqualität wirkt nun wie ein sanftes Gegenmoment.
Was sich damals im Schreck fixiert hat: Im Körper, im Nervensystem, in unseren Rollen, beginnt sich zu lösen.
Die körperliche Dimension dieser Zeitqualität zeigt sich aktuell besonders deutlich.
Mehr dazu im Artikel Herzöffnung und körperliche Symptome.
Aktuelle Zeitqualität: Wenn Schutz zu einer Rolle wurde
Was sich durch diese innere Schreckschraube festgezogen hat, blieb selten abstrakt.
Es hat sich verkörpert.
Nicht nur als Spannung im Körper, sondern als Rollen, die wir übernommen haben. Als stille Abmachungen mit dem Leben. Als Seelenverträge, die nicht bewusst geschlossen wurden, sondern oft innerhalb von Familiensystemen aus Liebe, Loyalität oder Überleben entstanden sind.
Viele dieser Rollen entstanden in Familiensystemen, in denen etwas nicht im Gleichgewicht war. Sie bildeten sich in emotional überforderten oder unausgeglichenen Familiensystemen,
geprägt von emotionaler Abwesenheit, unausgesprochenen Konflikten und ungestillter Sehnsucht.
Und irgendwo darin stand jemand auf, oft sehr früh, und hielt, verband, glich aus, fing ab, weil es sonst niemand konnte.
Nähe war möglich, aber bei ungleicher Verantwortung für den Beziehungsraum.
Eine Nähe, die gehalten wurde, feinfühlig, wach, verbindend, doch nicht gemeinsam getragen.
Diese Zeitqualität bringt genau diese Verträge ins Licht. Nicht anklagend oder dramatisch.
Sondern mit der stillen Frage: Willst du das noch tragen, oder darf Verantwortung jetzt geteilt werden?
Im Folgenden benenne ich einige dieser Rollen, wie sie sich mir im Feld gezeigt haben.
Vielleicht erkennst du dich in einer davon wieder. Vielleicht auch nur in einer Nuance. Und klarer ausgedrückt geht nicht darum, sie zu „lösen“, sondern sie zurückzugeben.
Reflexionsfrage:
Wo in meinem Leben trage ich noch Verantwortung für einen Beziehungsraum, der nicht gemeinsam getragen wird?
Manches löst sich nicht durch Verstehen, sondern indem der Körper aufhört, es weiter zu halten.
Diese Rollen zeigen sich nicht spektakulär, sondern dort, wo jemand sehr früh begonnen hat, Verantwortung zu übernehmen.
Der Knoten, der alles zusammenhielt
„Ich halte zusammen, was sonst auseinanderfällt.“
Kinder, die zu emotionalen Statikträgern wurden.
Nicht aus Größe, sondern weil niemand sonst es konnte.
Typische Prägung:
– Eltern emotional oder innerlich abwesend
– hohe Sensibilität, frühe Verantwortungsübernahme
– Bindung durch Funktion, nicht durch Gegenseitigkeit
Auswirkungen heute:
– Anziehung von Menschen, die sich entziehen
– Leistung ohne Anerkennung
– Dauerhafte Selbstüberforderung
– Das Gefühl: „Ich werde gebraucht, aber nicht wirklich gesehen.“
Das Alte löst sich jetzt, weil diese Rolle nicht mehr gebraucht wird.
Nicht, weil sie falsch war, sondern weil sie ihren Dienst getan hat.
Der Blitzableiter
„Ich nehme es auf mich, damit es zwischen euch nicht eskaliert.“
Hier wurde der eigene Ausdruck geopfert, um das System zu stabilisieren.
Zorn, Frust, Schuld, alles auf eine Person umgeleitet.
Auswirkungen:
– Schuldgefühle ohne konkreten Anlass
– Selbstbestrafung (auch subtil: Zurückhalten von Freude, Erfolg, Geld)
– Tiefe Loyalität zu Leid
– Körperliche Spannungszustände ohne klare Ursache
Diese Programmierung löst sich gerade oft über den Körper: Zittern, Druck, Müdigkeit, plötzliche Wut. Nicht weil etwas Neues falsch ist, sondern weil das Alte geht.
Der Seelentröster
„Ich trage das für dich.“
Ein hochspiritueller Vertrag. Und einer der erschöpfendsten.
Hier wird Mitgefühl mit Zuständigkeit verwechselt.
Auswirkungen:
– Chronischer Energiemangel
– Schwierigkeiten, Bedürfnisse zu spüren
– Nähe ohne geteilte Verantwortung für den gemeinsamen Raum.
– Das eigene Leben fühlt sich „zu voll“ an, aber nicht genährt
Diese Rolle verabschiedet sich jetzt, weil Mitgefühl reifer wird:
Es bleibt offen, aber hört auf, sich zu opfern.
Der Fassadenhalter
„Ich halte das Bild aufrecht.“
Hochsensibel, feinfühlig, sozial kompetent und innerlich ohne eigenen Raum.
Die Fähigkeit, Erwartungen zu lesen, wurde wichtiger als Selbstwahrnehmung.
Auswirkungen:
– Schwierigkeiten mit Abgrenzung
– Anpassung als Automatismus
– Unsicherheit bei klaren Entscheidungen
– Gefühl von innerer Leere trotz äußerer Funktionalität
Was sich jetzt löst, ist nicht die Sensibilität, sondern die Verdrehung, sich selbst zuletzt zu fühlen.
Wenn du spürst, dass sich hier mehr zeigt als ein einzelnes Muster, sondern ein roter Faden deines Lebens, kann mein Programm Soul Mission dich dabei unterstützen, diese alten Rollen bewusst zu entlassen und deine eigentliche Ausrichtung zu verkörpern.
Was jetzt entscheidend ist
Diese Rollen gehen nicht leise.
Sie lösen sich über Körperreaktionen, emotionale Irritationen, alte Erinnerungen, manchmal auch über scheinbar banale Konflikte.
Das ist kein Rückfall. Die innere Fixierung gibt nach.
Die Einladung dieser Zeit lautet nicht: „Heile schneller.“
Sondern: „Hör auf, das Alte weiter festzuhalten, nur weil es dich einmal geschützt hat.“
Vielleicht erkennst du beim Lesen, dass nichts von dem, was du warst, verloren geht, wenn du eine Rolle entlässt.
Manches darf gehen, ohne verabschiedet zu werden.
Yanara
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