So vollziehst du einen Bewusstseinsshift – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
Ein Bewusstseinsshift ist kein Ziel, das du erreichen musst, sondern ein innerer Prozess, der sich entfaltet, wenn du innehältst, fühlst und dir selbst wirklich begegnest. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erfährst du, wie sich Bewusstseinsveränderung, Integration und Erwachen nicht durch Anstrengung, sondern durch Präsenz und Selbstannahme vollziehen.
Sicher kennst du sie auch, jene Themen, die dich gefühlt schon seit Ewigkeiten begleiten.
Als würdest du immer wieder an derselben Stelle starten, egal wie sehr du dich bemühst.
Du gibst dein Bestes. Du reflektierst. Du arbeitest an dir. Und doch landest du wieder im alten Muster. Als hätte dich das Leben leise, aber unmissverständlich zurückkatapultiert.
Dann tauchen sie auf, diese quälenden Fragen:
Was stimmt mit mir nicht?
Was habe ich schon wieder nicht verstanden?
Diese Fragen fühlen sich logisch an. Doch sie führen in die falsche Richtung.
Denn sie setzen voraus, dass du falsch bist. Dass du weiter sein müsstest. Und dass mit dir irgendetwas nicht stimmt.
Und genau das ist die größte Stolperfalle auf dem Weg des Erwachens. Denn: Genau da, wo du stehst, bist du richtig. Dein jetziger Boden ist kein Irrtum. Er ist dein Ausgangspunkt.
Ein Bewusstseinsshift geschieht nicht dadurch, dass du dich übergehst, beschleunigst oder korrigierst. Und schon gar nicht optimierst. Er geschieht, wenn du dich dort abholst, wo du gerade stehst. Und somit in ehrlicher Akzeptanz mit deiner aktuellen Frequenz bist.
Halte inne. Nicht später. Nicht „wenn es besser passt“.
Genau hier beginnt der Wandel.
Schritt 1: Innehalten und Annehmen
Der Bewusstseinsshift, dieser innere Prozess des spirituellen Erwachens und der Bewusstseinsveränderung, geschieht nicht im Tun. Er geschieht im Innehalten.
Und genau hier beginnt für viele der innere Widerstand. Denn wir sind es gewohnt, uns über Bewegung zu definieren: Über Erkenntnisse, Methoden, nächste Schritte.
Innehalten fühlt sich schnell wie Stillstand an, oder sogar wie Rückschritt.
Doch das Gegenteil ist wahr.
Du kannst dich nur dort abholen, wo du wirklich bist. Nicht dort, wo du glaubst sein zu müssen.
Sehr wahrscheinlich befindest du dich gerade in einem der 6 Stadien des spirituellen Erwachens, finde heraus, welches es ist. Nicht als Bewertung, sondern als Standortbestimmung. Denn jeder Shift braucht einen Boden, von dem aus er geschehen kann.
Dich mit allem, was du bist anzunehmen heißt nicht, aufzugeben.
Annehmen heißt, den inneren Kampf zu beenden.
Erkenne deinen gegenwärtigen Entwicklungsstand an.
Lass den Impuls los, sofort etwas verändern, verbessern oder kontrollieren zu wollen.
Widerstehe dem Reflex, „es schnell hinter dich zu bringen“.
Halte inne.
Nicht, um nichts zu tun, sondern um aufzuhören, gegen dich zu arbeiten.
Erst wenn du das, was ist, innerlich begrüßt, entsteht der Raum, in dem sich dein Bewusstsein neu ordnen kann.
Die Magie des Shifts geschieht nicht durch Anstrengung,
sondern durch Präsenz, Selbstannahme und innere Klarheit.
Schritt 2: Zwei Perspektiven gleichzeitig einnehmen
Um dich mit deiner höchsten Version zu verbinden, brauchst du zwei Perspektiven gleichzeitig, nicht nacheinander.
Als menschliches Wesen
bist du fühlend, verletzlich, offen.
Du erlebst Emotionen wie Schuld, Scham, Zorn, Neid, Trauer oder Einsamkeit.
Sag innerlich Ja zu dir, mit allem, was gerade in dir lebendig ist.Als dein Meister:innen-Selbst
bleibst du zugleich in der Beobachterposition:
weit, still, präsent, ohne Wertung.
Du nimmst wahr, ohne dich zu verlieren.
Beide Ebenen existieren parallel.
Das ist kein Konzept, es ist ein Bewusstseinszustand.
Beides geschieht zur selben Zeit.
Merke dir diesen Schlüssel:
Emotion ist Energie.Erst dein Urteil entscheidet, ob diese Energie gegen dich wirkt, oder dich stärkt.
Sobald du eine Emotion wahrnimmst, ohne sie zu bewerten, löst sich ihre Schwere.
Die gebundene Energie wird frei und steht dir als Kraftquelle für innere Transformation zur Verfügung.
Schritt 3: Fühlen statt verdrängen
Jetzt beginnt der Teil, den viele überspringen wollen.
Und genau hier entscheidet sich, ob ein Bewusstseinsshift wirklich geschieht, oder ob er Theorie bleibt.
Lass deine Gefühle durch dich hindurchfließen.
Nicht analysieren. Nicht erklären. Nicht „wegmachen“.
Dein Herz ist der Transformator.
Es wandelt nicht durch Kontrolle, sondern durch Zulassen.
Fühle, was da ist:
Fühle Zorn, ohne ihn gegen dich oder andere zu richten.
Zorn ist rohe Lebenskraft. Er zeigt dir, was du dir verweigerst. Unterdrückt wird er hart. Gefühlt wird er klar.Fühle Neid, ohne dich oder andere abzuwerten.
Neid zeigt dir nicht deinen Mangel,
er zeigt dir, wonach sich dein Wesen sehnt.Fühle Trauer, ohne ins Selbstmitleid zu sinken.
Trauer ist keine Schwäche. Sie ist ein Tor in die Tiefe deines Herzens.Fühle Einsamkeit, ohne Schuld zu verteilen.
Einsamkeit will nicht erklärt werden,
sie will gefühlt werden.
Wenn du Gefühle nicht länger wegschiebst oder moralisch bewertest,
verlieren sie ihre Schwere.
Was vorher blockiert war, kommt wieder in Bewegung.
Emotionen wandeln sich in Klarheit, innere Weite und lebendige Kraft.
Schritt 4: Reconnection – Rückverbindung mit deiner Essenz
Die Rückverbindung mit deiner Essenz geschieht nicht dort, wo alles „heil“ aussieht.
Sie geschieht genau dort, wo du dich einst innerlich verlassen hast.
Spüre hin:
Wo hast du dich zurückgezogen?
Wo hast du einen Teil von dir verurteilt, abgelehnt oder abgespalten?
Bleib genau dort.
Nimm dein Urteil wahr, ohne es erneut zu verurteilen.
Je weniger du dein Urteil bekämpfst, desto leichter kann es sich wandeln.
Nicht in Zustimmung, sondern in Verständnis und Akzeptanz.
Und dann:
Erlaube dir, dich innerlich dort zu umarmen, wo du dich einst verlassen hast.
Nicht dramatisch.
Nicht inszeniert.
Sondern still, ehrlich, menschlich.
Hier geschieht Reconnection.
Hier verbindet sich dein Menschsein wieder mit deiner Essenz.
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Schritt 5: Eintauchen – bis zum Grund deiner Erfahrung
Der nächste Schritt führt dich tiefer. Nicht vorwärts. Nicht aufwärts.
Sondern hinab durch das Meer deiner Emotionen bis auf den Grund deiner Erfahrung.
Und ja: Dieser Teil fühlt sich schwer an.
Im Moment des Eintauchens begegnest du der Last jener Gefühle, die du lange vermieden, umgangen oder spirituell umgedeutet hast.
Du fühlst dich müde. Erschöpft.
Alles wirkt zäh, anstrengend, dicht.
Das ist kein Rückschritt.
Das ist der Übergang.
Tauche ein.
An diesem Punkt kannst du nichts mehr verstehen,
du kannst nur fühlen.Erwarte keine Klarheit.
Erwarte keine Einsichten.
Dein Verstand kommt hier nicht mit.
Lass auch Irritation, Orientierungslosigkeit und Unsicherheit da sein.
Gib dich hin. Selbst dann, wenn der gewohnte Halt der Beobachterperspektive wegfällt.
Selbst dann, wenn sich deine spirituelle Führung scheinbar zurückzieht.
Du wirst liebevoll auf dein Menschsein zurückgeworfen.
Je tiefer du eintauchst, desto mehr Licht bringst du genau dorthin, wo du dich bislang verurteilt, verlassen oder abgespalten hast.
Mit diesem Licht kommt etwas Neues: Anteilnahme, Akzeptanz, ein stilles, offenes Verstehen.
Das trennende Urteil löst sich auf. Nicht durch Erkenntnis, sondern durch dein vollkommenes präsent sein in der Gegenwart.
Und plötzlich beginnst du deine Verbindung wieder zu fühlen. Denn die Wahrheit ist: Wir sind nie wirklich getrennt. Trennung ist eine Illusion. Doch solange wir innerlich auf Abstand zu uns selbst bleiben, können wir diese Verbindung nicht wirklich leben.
Erst wenn wir beginnen, sie im eigenen Erleben zu verkörpern, wird das Geschenk sichtbar: Aus der Erfahrung wächst Weisheit. Die alte Schwere lässt dich los, nicht abrupt, sondern allmählich.
Dieser Prozess geschieht nicht einmal. Er wiederholt sich in Wellen. So lange, bis alles in dir gesehen, gehalten und ausgesöhnt ist.
Ein wichtiger Hinweis
Sei achtsam, mit wem du in dieser Phase sprichst. Du bist offen. Berührbar. Durchlässig. Nicht jeder kann verstehen, was du gerade durchlebst. Und nicht jedes gut gemeinte Wort ist jetzt hilfreich. Wähle Räume, in denen dein Prozess nicht bewertet, sondern gehalten wird.
Schritt 6: Hingabe und Vertrauen
Dieser Weg führt dich unweigerlich aus der Komfortzone. Nicht, um dich zu verunsichern, sondern weil Wachstum nur dort geschieht, wo das Alte nicht mehr trägt.
Alte Programme melden sich jetzt besonders deutlich.
Sie wollen dich zurückziehen in die vermeintliche Sicherheit des Bekannten. In vertraute Felder, die sich sicher anfühlen,
aber nicht mehr mit deiner aktuellen Frequenz schwingen.
Hier ist Hingabe gefragt.
Nicht als Passivität.
Sondern als bewusste Entscheidung, den inneren Kampf zu beenden.Halte inne, auch wenn es ungewohnt ist.
Gib dich dem Prozess hin, ohne zu ringen, ohne zu beweisen, ohne zu beschleunigen.Vertraue darauf,
dass sich alles aus einer höheren Ordnung heraus vollzieht.Während du loslässt,
lösen sich alte Abhängigkeitsstrukturen.
Und fast unbemerkt entstehen neue innere und äußere Vernetzungen: Stimmiger, freier und wahrhaftiger.
Dein Quick-Guide
Die 7 Schritte des Bewusstseinsshifts
Innehalten & Annehmen
Akzeptiere genau den Punkt, an dem du stehst.Zwei Perspektiven halten
Fühle als Mensch – beobachte als göttliches Selbst.Fühlen statt verdrängen
Lass jede Emotion durch dein Herz fließen.Reconnection
Verbinde dich neu mit deiner Essenz, dort, wo du dich verlassen hast.Eintauchen
Tauche durch das Meer deiner Emotionen bis zum Grund.Hingabe & Vertrauen
Lass Kontrolle los und öffne dich der höheren Ordnung.Integration & Erwachen
Wandeln, loslassen, aufblühen, in deiner einzigartigen Präsenz.
Schritt 7: Integration und Erwachen
Integration ist kein Höhepunkt, kein einmaliges Gipfelglück. Sie geschieht leise, indem sich deine Erfahrung in deinem Tempo in dein Leben einwebt. Nach und nach lösen sich gespeicherte Erfahrungen aus deinem Schmerzkörper. Nicht, weil du sie „bearbeitet“ hast, sondern weil du ihnen Raum gegeben hast.
Indem du dein Herz für alle Gefühle öffnest, wandeln sie sich. Nicht in Leichtigkeit, sondern in Weisheit. Das ist Erwachen. Kein Zustand jenseits des Menschseins, sondern gelebte Präsenz inmitten des Lebens.
Die Erde braucht dich jetzt in dieser verkörperten Präsenz. Nicht perfekter. Nicht weiter. Sondern ganz. Bringe deine Einzigartigkeit ins Blühen.
Dein Bewusstseinsshift muss kein einsamer Weg sein. Im Online-Training Soul Whispering findest du die Resonanz einer kleinen Gruppe und die Klarheit deiner eigenen Seelenstimme.
Alles Liebe, Yanara