Lerne, wie du Angstgedanken erkennst, loslässt und durch stärkende Gedanken neue Klarheit und innere Freiheit findest.

Angst annehmen und transformieren

Angst gehört zu den stärksten Gefühlen, die uns Menschen bewegen. Oft wollen wir sie verdrängen oder bekämpfen und merken doch, dass sie dadurch nur noch größer wird. Der Weg in deine innere Freiheit beginnt, wenn du lernst, Angst anzunehmen und zu transformieren. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Angst nicht länger als Gegnerin, sondern als Lehrmeisterin begreifen kannst und Schritt für Schritt mehr Vertrauen und Klarheit in dein Leben einlädst.

Zwischen Sicherheit und Wachstum

„Wie frei sind wir wirklich?“ fragte ich einst meinen geistigen Begleiter Adamus St. Germain.

Seine Antwort:

„Du bist so frei, wie dein Bewusstsein zwischen menschlichen und göttlichen Bedürfnissen unterscheiden kann und dein Herz gelernt hat, zwischen beiden zu vermitteln.“

Doch vermitteln ist nicht einfach. Zwischen dem menschlichen Bedürfnis nach Sicherheit und der Sehnsucht deiner Seele nach Wachstum liegt ein Spannungsfeld, das oft Angst hervorruft. Der Mensch klammert sich gern an Gewohntes: Regeln, Rituale, bekannte Umgebungen. Sie vermitteln Halt, selbst wenn sie schmerzen. Bewegung außerhalb dieser Ordnung dagegen weckt Unsicherheit.

Persönliche Angstgeschichten

Lange glaubte ich, ich brauche keine Struktur, definierte sie als Gefängnis. Doch ich täuschte mich. Mein innerer Rebell nimmt hin und wieder Regeln als Einladung, sie zu brechen. Alles, was nach Tradition, Konvention und enger Routine riecht, löst in mir Beklemmung aus. Einer meiner größten Angst-Trigger ist, mich an leere Formen zu binden und dabei meine Lebendigkeit zu verlieren. Zu sterben, ohne je gelebt zu haben.

Um mich einlassen zu können, brauchte ich lange die Sicherheit, jederzeit gehen zu können. Meine Angst, Verpflichtungen könnten zu einem lebenslangen Gefängnis werden, hat mir so manches vermasselt. Doch im Laufe der Jahre habe ich gelernt: Ich darf mir vertrauen. Ich kann auch Nein sagen und mir Freiräume schaffen. Fast immer.

Manchmal zeigt uns Angst, was gehen darf. Wie Loslassen gelingt, erfährst du hier: Loslassen lernen – Mit diesen 4 Schritten gelingt es dir.

Angst annehmen und transformieren

Manchmal jedoch entgleitet uns der Boden des Vertrauens. Alte Erfahrungen wabern auf, wollen gefühlt werden, bevor Neues entstehen kann. Ein Grund zum Feiern, wenn es sich nur nicht so bedrohlich anfühlen würde. 

Sicherheit wächst, wenn wir Achtsamkeit üben und unser Tempo verlangsamen, damit der ängstliche Anteil in uns, sich nicht überfahren fühlt und Schritt halten kann.

Wenn alte Ängste hochkommen, bewege dich mit deiner Aufmerksamkeit nach innen. Nimm dich in Gedanken in die Arme. Fühle, was ist, ohne dich zu verurteilen. Tritt innerlich einen Schritt zurück.

Anstatt dich von deinen Ängsten vereinnahmen zu lassen, könntest du zum Beispiel denken:
„Interessant, was da gerade in mir abgeht!“

Es geht nicht darum, Angst zu verleugnen. Doch sobald du sie angenommen hast, darfst du ihr die übergroße Bedeutung nehmen. Hinter jeder Angst liegt Potenzial, das sich entwickeln will.

Lerne, wie du Angstgedanken erkennst, loslässt und durch stärkende Gedanken neue Klarheit und innere Freiheit findest
Lerne, wie du Angstgedanken erkennst, loslässt und durch stärkende Gedanken neue Klarheit und innere Freiheit findest

Unsicherheit als Entwicklungschance

Unsicherheit ist kein Makel, sie ist eine Einladung. Dort, wo wir uns zu sicher fühlen, erstarren wir. Unsicherheit hält uns wach, offen und bereit für Neues.

Ich erinnere mich: Mit 15, wieder einmal umgezogen, betrat ich die neue Klasse. Innerlich zitternd, spielte ich die Coole und wirkte arrogant. Zum Glück bat meine Lehrerin die Klasse um Verständnis für mich. Es wurde das schönste Jahr meiner Schulzeit. Ich lernte: Gespielte Souveränität verhindert Nähe. Doch wer seine Unsicherheit zeigt, öffnet das Herz für echte Begegnung. 

Vertrauen ins größere Ganze

Auch als Heilerin erlebe ich Momente, in denen nichts da ist. Keine innere Weisheit, die zu mir spricht, keine inneren Bilder. Es spricht nur die Stille. Vielleicht ist die Seele noch nicht bereit, vielleicht findet die Lösung anders ihren Weg. Vielleicht ist schon alles in Bewegung, nur für mich noch unsichtbar. 

Wenn jede äußere Sicherheit wegfällt, dürfen wir ins Vertrauen fallen. Sobald wir uns innerlich zurücklehnen, spüren wir: Es ist gut so, wie es ist. Lösungen, die aus dem göttlichen Plan hervorgehen, sind größer, als wir sie uns ausdenken können.

Die Schleuse zum Schöpferbewusstsein

Kommst du innerlich zur Ruhe, entsteht Gleichklang. Die angestaute Angst entlädt sich wie durch eine Schleuse, und deine Schöpferpotenziale beginnen zu fließen. Dein Herz öffnet sich, und du kannst spüren, dass du von Liebe getragen bist.

Dann weicht die Angst ganz von selbst und du weißt um deinen nächsten Schritt.

Gedanken prüfen – Angst oder Unterstützung?

Manchmal zeigt sich Angst auch in unseren Gedanken. Doch nicht jeder Gedanke dient uns. Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Ursprung, sondern in seiner Wirkung auf dich.

Frage dich also nicht: Woher kommt dieser Gedanke?
Sondern: Was macht er mit mir?

  • Angstbasierte Gedanken engen dich ein. Sie schließen dein Herz, erzeugen Druck und drängen dich in alte Reiz-Reaktionsmuster. Sie machen unruhig, polarisieren und lassen dich das Gefühl haben, ausgeliefert zu sein.

  • Unterstützende Gedanken öffnen dich. Sie schaffen Weite, vertiefen dein Erleben und laden dich ein, verschiedene Perspektiven zu sehen. Sie beruhigen, klären, machen wacher und schenken dir den inneren Raum, innezuhalten, bevor du handelst.

In diesem Raum liegt deine Freiheit. Du bist nicht länger Spielball deiner Angst, sondern kannst bewusst wählen. Jeder unterstützende Gedanke führt dich näher zu deinem Herzen, während angstbasierte Gedanken dich von ihm entfernen wollen.

Wenn du lernst, nach dieser Resonanz zu unterscheiden, verliert die Angst ihre Macht. Sie verwandelt sich in eine Lehrmeisterin, die dich Schritt für Schritt in deine Klarheit und Freiheit führt.

Wenn du merkst, dass Angst deine Wahrnehmung verengt, kann es helfen, deine innere Ausrichtung neu zu prüfen. Vielleicht unterstützt dich der Artikel Was willst du wirklich? dabei.

Lerne, wie du Angstgedanken erkennst, loslässt und durch stärkende Gedanken neue Klarheit und innere Freiheit findest
Lerne, wie du Angstgedanken erkennst, loslässt und durch stärkende Gedanken neue Klarheit und innere Freiheit findest

Übung: Deine Gedanken prüfen

Schließe für einen Moment die Augen und richte deine Aufmerksamkeit nach innen.
Nimm einen Gedanken, der gerade in dir auftaucht – egal, ob groß oder klein.

  • Atme einmal tief durch und spüre in deinen Körper hinein:
    Wird es eng oder weit in dir?
    Entsteht Druck oder Weite?

  • Frage dich:
    Macht mich dieser Gedanke ruhiger, klarer, wacher?
    Oder lässt er mich enger, unruhiger und getriebener werden?

  • Beobachte nur. Kein Urteil, keine Eile.

Wenn sich der Gedanke öffnend anfühlt, erlaube ihm, dich zu tragen.
Wenn er dich eng macht, nimm es wahr und lege ihn sanft zur Seite.

Deine innere Freiheit liegt darin, zu wählen, welchem Gedanken du Raum gibst.

Vielleicht hat dieser Artikel etwas in dir berührt, das gesehen und begleitet werden möchte. Falls du diesen Weg nicht allein gehen möchtest, findest du hier Informationen zu meiner 1:1 Begleitung.

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