Aus welcher Quelle stammt die Information? Ist sie wichtig, kannst du ihr vertrauen? Wie findest du deine Wahrheit inmitten der Unmenge an Information?

Was ist wirklich wahr? Vom schwierigen Umgang mit Information und wie du dennoch deine Wahrheit findest


Die Sichtweise verändern

Eine Begebenheit aus meinem Leben, die mir im wahrsten Sinne die Augen geöffnet hat, möchte ich dir erzählen. 

Ungefähr 22 Jahre ist es her, dass eine innere Stimme mir erklärte, in 3 Tagen brauchst du keine Brille mehr. Ich hielt diese Information für einen Fake. Denn so stark kurzsichtig, wie ich zu dieser Zeit war, konnte ich es mir nicht vorstellen, wie sich diese Tatsache überhaupt und dann auch noch in so kurzer Zeit verändern sollte.
Es war kein Fake, 3 Tage später wachte ich auf und sah klar. „Damit du endlich glaubst“, sprach meine innere Stimme zu mir. Doch konnte ich es glauben? Schwerlich. Ich setzte die Brille zunächst sogar wieder auf, weil ich dachte, das kann nicht sein, ich verliere den Verstand; solange bis mein Kopf schmerzte.
Was sich ereignete, war damals noch jenseits meines Vorstellungshorizonts. Erst nachdem der Augenarzt, den ich aufsuchte, mich nach seiner Untersuchung irritiert fragte, warum ich denn eine Brille trage, begann ich zu realisieren: Ich habe am eigenen Leib ein Wunder erlebt.

Die inneren Stimmen stellten sich als Erzengel und Aufgestiegene Meister vor und erklärten mir, dass ich eine Ausbildung von ihnen erhalte. Das war anfangs etwas spooky. Mein Umfeld hielt mich für völlig durchgeknallt. Doch mit der Zeit lernte ich zu vertrauen und meine inneren Stimmen zu unterscheiden. Denn ich hörte nicht nur himmlische Botschaften, sondern auch das durch Mark und Bein gehende Weinen meines inneren Kindes, die dunkelsten Gedanken, meine tiefsten Ängste und Zweifel.

Weichenstellend für mein Leben war nicht nur die Heilung meiner Augen, obwohl ich dafür unendlich dankbar bin. 

Das wirkliche Wunder vollzog sich innerhalb meiner Wahrnehmung.

Die alte Brille, durch die ich bis dahin die Welt betrachtet hatte, war weg. Ich durfte hinschauen und sehen, was wirklich ist. 

Plötzlich klar zu sehen, hat mich am eigenen Leib erfahren lassen, dass Dinge möglich sind, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegen.

Plötzlich klar zu sehen, bedeutete jedoch auch, dass mir meine rosarote Brille entwendet wurde. Ich durfte erkennen, was wirklich ist. Und das tat anfangs ganz schön weh! Die Brille war weg, doch meine Urteile leider nicht.

Meine Vorstellungsbilder zerplatzten, meine Fassaden bröckelten, im Tarot zog ich mehrfach hintereinander den Turm – ein Symbol für den Zusammenbruch alter Systeme und Strukturen – ich hatte die Hoffnung, wenn ich noch einmal ziehe, kommt eine schönere Karte, doch das Universum ließ sich nicht betrügen. 

Danach kam, was meine geistigen Freunde lachend als »Learning by Doing« bezeichneten. Es hat etwas gedauert, bis ich mitlachen konnte ;-) Eins kann ich dir hier verraten: Es gab kaum ein Fettnäpfchen, dass ich dabei ausgelassen habe. 

Ich durfte unterscheiden lernen:

Aus welcher Quelle stammt die Information?

1. Kommt die Information aus der göttlichen Quelle oder führe ich ein Selbstgespräch mit meinen Ängsten? 

2. Auf welcher Ebene, ist die Information zu verstehen? Ganz konkret materiell oder als Metapher?

Wenn deine innere Stimme dich bittet: Spring! Es wird dir nichts geschehen. Dann gehe ich davon aus, dass du nicht die nächste Brücke suchst, um dich von dort hinabzustürzen, sondern es hoffentlich so verstehst, wie es gemeint ist. Nämlich als liebevolle Aufforderung, dich wirklich einzulassen und bildlich gesprochen den Sprung ins Unbekannte zu wagen. 

Die Stimme von Spirit spricht durch die Stille zu dir. Sie droht nicht, sie fordert nicht. Sie stellt keine Bedingungen und macht dir keine Angst.

Bist du in Kommunikation mit der göttlichen Quelle oder deiner Seelenführung, ist dein Energiesystem offen und im Fluss. 

Kleine Entscheidungshilfe: Passt's oder passt's nicht?

Stehst du vor einer Entscheidung, denke an die unterschiedlichen Wahlmöglichkeiten, fühle in deinen Körper hinein. Dort, wo's nicht passt, kannst du so etwas wie einen Deckel auf deinem Kronenchakra fühlen, dein Solarplexus auch Nabelchakra genannt, geht zu. Insgesamt kannst du fühlen, dass die Energie stagniert. Bei den Wahlmöglichkeiten, die dir entsprechen, weitet und öffnet sich dein Energiesystem frei fließend. 

Wie gehen Menschen mit Information um?

1. Die Unterteilung von Information in richtig oder falsch.

Anstatt jede Information in Schubladen von richtig oder falsch zu stecken, gibt es jedoch auch die Möglichkeit, sie erst einmal wertneutral stehen zu lassen. Weitere Informationspuzzleteile zu sammeln. Es gibt viele Wahrheiten. 

​Nur weil wir etwas noch nicht erlebt haben, bedeutet das nicht, dass es nicht möglich ist.

Statt dich auf die Wahrheitssuche zu konzentrieren, frage dich stattdessen: 

• Wie verstehst du die Information? 

• Was löst sie bei dir aus?  

• Wie reagierst du darauf? 

• Ist sie relevant für dich?

Hast du in deiner Kindheit schmerzhafte Erfahrungen erlebt, haben dich diese Erfahrungen geprägt. Du betrachtest die Welt durch deine Wahrnehmungsfilter. 

Das Einordnen von Situationen in unsere alten Erfahrungsschubladen, verhindert unsere Offenheit für neue, wohltuende Erlebnisse, die uns helfen können, unsere alten Programme zu überschreiben.

Sind uns unsere Prägungen – die Brillen, durch die wir die Welt betrachten – endlich bewusst geworden, wartet schon die nächste Falle.

Wir fallen in den Gegenpol. 

Kennen wir unsere Schwachstellen, hegen wir an dieser Stelle ein starkes Misstrauen uns selbst gegenüber. Um unsere Schwachstellen abzufedern, haben wir im Laufe der Zeit Abwehr- und Schutzmechanismen aufgebaut, die anspringen, sobald uns jemand in diesem Bereich nahe kommt. Spüren wir unsere innere Abwehr, schämen wir uns dafür, denn wir wissen doch, wir haben echt ne Macke ;-) 

Wir kompensieren und bügeln über unser Bedürfnis nach Vorsicht und langsamer Annäherung hinweg. Wir fordern von uns Offenheit und Nähe, obwohl wir dazu emotional noch nicht bereit sind. Wir kontrollieren, drängeln, ziehen und schubsen uns herum, anstatt unserer inneren Bewegung zu vertrauen und uns langsam kommen zu lassen. 

Schneller voranzuschreiten als es unserem Wesen entspricht, macht keinen Sinn. Wir können uns schließlich nicht selbst überholen. Sind wir in unseren Handlungen nicht bei uns, erreichen wir auch nicht das erwünschte Ziel. Handeln aus der inneren Leere, führt ins Leere.

Bekommst du deinen inneren Drängler mit, halte inne. Gib dir Zeit, deine Motivation zu klären.

Schön wenn jemand, wie in meinem genannten Beispiel Interesse an uns hat. Bleibt abzuwarten, wie tiefgehend es ist. Doch viel wichtiger ist, in Ruhe für dich zu klären: Wie groß ist dein Interesse in Bezug auf die jeweiligen Menschen, die mit bestimmten Erwartungen und Wünschen an dich herantreten? Was willst du? 

Die Lösung ist, achtsam zu sein und keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen. Dein inneres Stopp zu achten und die Angst etwas zu verpassen, langsam loszulassen. Dir Zeit und Raum zu geben. Manchmal fehlen noch ein paar Informationspuzzleteile für ein klares und größeres Bild. 

Nicht jede Information ist eine Aufforderung an dich, dass du damit etwas tun sollst. Du hast die Wahl und kannst sie auch ebenso stehen lassen. 

2. Informationen, die uns das geben, was wir hören wollen. 

Wunschgedanken, die uns in unserem Glauben bestätigen. Uns in der trügerischen Hoffnung halten, alles wird gut, der liebe Gott, das Universum wird es schon richten.

Warum? Weil wir Angst haben, unsere Komfortzone zu verlassen. Angst klare Entscheidungen zu treffen und Türen zu schließen. Angst, Fehler zu machen. Angst, etwas zu verpassen.

Wir wollen lieber Opfer als Täter sein. Je länger wir um etwas gekämpft haben und in einer schmerzhaften Situation ausgeharrt haben, je größer das Opfer, das wir gebracht haben, umso größer erscheint der Verlust, wenn es darum geht, loszulassen. Loslassen wird fälschlicherweise mit Versagen gleichgesetzt.

Die letzte Verhaltensweise findet sich oftmals bei Frauen, welche sich in eingefahrenen, stagnierenden Beziehungen befinden. An dieser Stelle kommt oft der Mythos der Seelenpartner mit ins Spiel, begleitet von dem trügerischen Gefühl, noch mehr lieben, noch mehr Verständnis entwickeln zu müssen, dann wird alles gut.

Sein liebloses Verhalten wird mit schweren Traumas in der Kindheit entschuldigt und damit, dass sie wissen, dass er sie liebt, auch wenn er es nicht zum Ausdruck bringt. Eine solche Haltung hat mit Liebe nichts zu tun – wirkliche Liebe schließt uns selbst nicht aus.

Du darfst für dich sorgen. Dazu gehört auch, klar zu definieren, was du in einer Beziehung brauchst und es offen zum Ausdruck zu bringen. 

Kann und will dein Gegenüber deine wesentlichen, für dich beziehungsrelevanten Bedürfnisse nicht erfüllen, schließt dies eine gemeinsame Beziehung aus. Erklärt dir jemand, dass er für eine Beziehung nicht bereit ist, darfst du ihm das glauben!

Ebenso darfst du dich fragen, ob du bereit bist, selber zu geben, was du forderst. Denn Beziehung ist keine Einbahnstraße, sie wächst durch gegenseitigen Austausch und Vertrauen.

Wir verhindern Entwicklung, indem wir in die Lücke der Anderen springen, anstatt sie dort stehen zu lassen, wo es wehtut und sie fehlen. Denn nur so bemerken sie ihr Fehlen. Und als Nebeneffekt, ganz geschickt, lenken wir damit von unsren eigenen Baustellen ab. Wir tun dasselbe, was wir unserem Gegenüber wahrscheinlich vorwerfen, wir treten auf der Stelle und verhindern somit unseren eigenen Fortschritt. Same, same. 

3. Information als Werkzeug der Manipulation und Kontrolle

Eine Kollegin spricht dich lächelnd an und erklärt, dass sie ganz offen zu dir sein möchte. Es ist ihr etwas zu Ohren gekommen, was ihr nicht gefällt. Danach gibt sie ihre Bewertung bei dir ab. Du hast sie nicht darum gebeten.

Sie hat etwas bei dir fallen lassen; es bei dir platziert. Du brauchst dich nicht bücken, um es aufzuheben. Hier darfst du ein deutliches Stopp geben und eine Grenze ziehen. Lass es nicht an dich heran.

Die Information sagt nichts über dich, wohl aber über deine Kollegin, aus.

Wahrheit erfährst du nicht über den Verstand – sie trifft dich mitten ins Herz

Manchmal kommen Menschen zu mir, die mit etwas konfrontiert worden sind, dass sie ziemlich rüttelt. »Ich habe eine Aufstellung gemacht und weiß jetzt, dass mein Vater nicht mein Vater ist.« Oder sie kommen mit der Vermutung in ihrer Kindheit mißbraucht worden zu sein. Manchmal wünschen sie sich von mir, dass ich ihnen sage, was wahr ist. Doch das ist kontraproduktiv, Wahrheit darf sich fühlend zeigen. 

Was bedeuten diese Informationen? Und was ist Wahrheit? Wie du sicher weißt, gibt es viele Wahrheiten. Je nachdem, von welchem Blickwinkel wir die Sache betrachten. 

Sinnvoll ist: Licht hineinzubringen, damit die Wahrheit auf eine sanfte, achtsame und liebevolle Weise ans Licht kommen kann. Sie darf fühlend begriffen werden, wenn die Zeit reif ist.

Es hat einen Sinn, dass sich manche Dinge erst mit der Zeit offenbaren. Manchmal ist es sogar überlebenswichtig, dass sie in unserem Unterbewusstsein sicher verwahrt werden, solange bis wir genügend innere Stärke entwickelt haben, uns damit zu konfrontieren.

Wenn du etwas wirklich verstehen willst, öffne dein Herz und betrachte es mit Liebe.

Dein offenes Herz hilft dir Erfahrungen leichter verdauen zu können und nicht in der Verbitterung zu landen.  

Betrachtest du Erfahrungen mit verschlossenem Herzen, bleibst du in der alten Realität stecken.

Nur dein Herz lässt dich das Geschenk, das für dich in der Erfahrung liegt, erkennen. 

In dem Augenblick, indem du deine Erfahrung in ihrem Wert anerkennst, wird sie zu deiner Erfahrung – du verinnerlichst sie, mitsamt ihrem Wert. Die wunderbare Folge davon ist, dein Selbstwert steigt, du erzeugst andere Resonanzen und neue Erfahrungen, die dich in deinem Wert anerkennen.

Deine Bereitschaft zählt. 

So schenkt dir Spirit Antwort auf deine Fragen:

Spirit kommuniziert sowohl auf der Gefühlsebene, als auch in Träumen, Bildern, Sprache oder Bewegung mit uns. Welcher Zugang entspricht dir? Finde es heraus. Sobald du etwas anerkennst, realisierst du seine Existenz und es beginnt zu wachsen.
Erinnern, wer du wirklich bist. Gott/Göttin, der/die sich im Menschsein erfährt. Dein Wegweiser in deine Meisterschaft ist die Freude. Am 16./17. März 2019 startet die nächste Ausbildungsgruppe. Bei Interesse und Fragen dazu, kannst du dich gerne direkt an mich wenden.