Praktische Lösungshilfen. Ich darf fühlen, was ich fühle, ist mein Rettungsanker, wenn ich merke, dass ich persönlich auf der Strecke geblieben bin.

Du darfst fühlen, was du fühlst – So löst du deine Gefühlsblockaden

Ich darf fühlen, was ich fühle. 

Dieser Satz ist mein Rettungsanker, wenn ich merke, dass ich auf der Strecke geblieben bin und anfange mich in begrenzten Konzepten einzurichten. Oder, was leider immer noch vorkommt, ich mich in etwas verbissen habe. Mein Arbeitspensum und meine damit verbundenen Erwartungen an mich, mir keinen Raum für soziale Kontakte oder Entspannung schenken. 

Im Laufe des Lebens entwickeln wir so manche Strategie, die uns vor unangenehmen Gefühlen schützen soll.

Schützen, vor dem Fühlen des Schmerzes, der Hilflosigkeit, der Angst … vor dem Gefühl ausgeschlossen und nicht geliebt zu werden.

Hast du dich in bestimmten Bereichen über längere Zeit vernachlässigt, kann es, sobald du dir das erlaubst zu fühlen, und deine gestauten Gefühle wieder zu fließen beginnen, schon einmal ungemütlich werden. 

Doch deiner Verletzung auszuweichen, bedeutet, dass sich Räume in dir schließen und du dich um deine Möglichkeiten betrügst.

Dein Gefühl entspricht der Fülle in dir. Dein Gefühlsinhalt, schenkt dir inneren Halt und Orientierung.

Gefühle die zurückgehalten werden, stauen sich an und bilden Blockaden. Das ist bekannt. Doch warum halten wir Gefühle zurück und was geschieht dabei?

Einer der Gründe ist der Wunsch, uns und unser Umfeld zu schützen. Ein weiterer Grund ist die Angst vor Ablehnung. 

Die Spannung, die durch unser Schutzbedürfnis entsteht, verhärtet die äußere Muskulatur und unser Wesen (das Wesentliche) zieht sich Schutz suchend nach innen zurück. Die innere Muskulatur ist im Gegenzug dazu weich, ohne tragende Spannung. Der innere Halt fehlt. Der Austausch zwischen uns und unserem Umfeld wird reduziert. Es fehlt die emotionale, geistige, seelische, Nahrung. Und auch unsere Sinne kommen zu kurz. 

Die Weigerung zu Fühlen erzeugt eine Mangelspirale in beide Richtungen, sowohl nach innen als auch nach außen.

Je länger dieser Zustand anhält, umso tiefer sacken die Gefühlsinhalte ins Unbewusste. Die Wahrnehmungsfähigkeit wird immer stärker eingeschränkt.

Die Wende aus der Not, ist die Erlaubnis, zu fühlen, was du fühlst.

Praktische Lösungshilfen. Ich darf fühlen, was ich fühle, ist mein Rettungsanker, wenn ich merke, dass ich persönlich auf der Strecke geblieben bin.

Zorn und Schmerz sind zwei Seiten einer Medaille. Sobald der Zorn sich zeigt, kannst du fühlen, was dir fehlt. Dein Zorn zeigt dir, was du dir verweigert hast.

Dein Schmerz zeigt dir, wo du dich verlassen hast. Kommt dein Schmerz ins Fließen, verbindet er dich mit deiner verloren gegangenen Anteilnahme. Danach bist du wieder mit deinem Herzen verbunden.

Es gibt jedoch auch den Schmerz der Verbitterung, der die Verletzung um jeden Preis aufrecht erhalten will und keine Verantwortung für die gemeinsame Schöpfung annehmen will.

Heilsam sind deine Tränen dann, wenn sich dein Herzraum währenddessen öffnet und du dir und anderen vergeben kannst. Die Erfahrung als Wachstums-Herausforderung begreifst.

Eine der großen Fallen, in die wir immer wieder tappen, ist die Verständnisfalle. Und du kannst mir glauben, das ist mein Spezialgebiet. Hier hab ich jede Menge bittere Erfahrung gesammelt. Diese, in Dankbarkeit zu wandeln, war eine der großen Herausforderungen in meinem Leben.

Wir passen uns an, richten uns ein, weil wir Angst haben, verlassen zu werden. Anstatt offen zu unseren Bedürfnissen zu stehen und uns danach auszurichten. Im Vertrauen darauf dass, das, was zu uns gehört, uns finden wird. Wir dimmen unser Licht auf ein vermeintliches Mittelmaß, um es allen recht zu machen. Wir mäßigen uns und werden zornig, wenn unser Umfeld das nicht ebenfalls tut. Wir halten unsere Bedürfnisse zurück und hoffen auf das, was übrig bleibt. Doch, was bleibt, ist oftmals mager. 

Du kannst dir das so vorstellen: Dort, wo du dich mit deinem So-Sein und deinen Bedürfnissen nicht annimmst, ist energetisch gesehen ein Loch. Du fehlst. Du fehlst mit deiner Anteilnahme, mit deinem Verständnis, mit deiner Akzeptanz, mit deiner Zuversicht … ich könnte hier noch Ewigkeiten weiter aufzählen.

Die Lösung ist, den Mangel in dir – den unerfüllten Raum – mit deiner Liebe zu erfüllen. Dazu darfst du:

Fühlen, wo in deinem Körper die Schwere und Anspannung sitzt.

Und dort hinein atmen, solange bis die Spannung weicht und die gestauten Gefühle zu fließen beginnen. 

Du kannst dir währenddessen immer wieder in Gedanken sagen: „Es in in Ordnung, zu fühlen, was ich fühle. Ich erlaube der Trauer zu sein.“ 

Oder wenn du zornig bist: „Ich erlaube meinem Zorn zu sein. Es ist in Ordnung, dass ich zornig bin.“

Wenn du zornig bist, frage dich, was du dir verweigerst. Kommst du an den Schmerz, fühle hinein, wo du dich von dir selbst abgewendet und verlassen hast.

Praktische Lösungshilfen. Ich darf fühlen, was ich fühle, ist mein Rettungsanker, wenn ich merke, dass ich persönlich auf der Strecke geblieben bin.

Sei achtsam, wenn eine Verletzung Zorn und Trauer aktiviert. Unbewusste Reaktionsmechanismen sind:

Schuld abgeben: Deine angestaute Gefühlslast im Zusammensein mit deinen Mitmenschen explodieren zu lassen, und nach außen zu schleudern. Deine Zuständigkeit und die scheinbare Schuld für deine unangenehmen Gefühle, nach außen zu projizieren. So verschleuderst du deine Energie-Potenziale.

Schuld auf dich nehmen: Der Gegenpol dazu ist, aus dem Gefühl der Schuld heraus, die komplette Zuständigkeit für den Konflikt auf dich zu nehmen. Das bewirkt eine Implosion deines Energiefeldes und erzeugt einen Unterdruck, sodass die Erwartungen und Schuldzuweisungen aus deinem Umfeld in dein Energiefeld hineingesogen werden. Dabei verlierst du deine eigene Ausrichtung. 

Die Lösung ist, anzunehmen, was ist und aus der Schuld auszusteigen.

Erinnere dich, du hast die Wahl. Du entscheidest, was du leben und mit wem du dich verbinden willst.

Bist du bereit, aus deinen alten Reaktionsmustern auszusteigen, kommen die unterdrückten Gefühle wieder ins Fühlen. Dein Herz ist der Transformator. Du wirst das Muster erkennen und annehmen dürfen, bevor du es lösen kannst. 

Alles, was ans Licht kommt, tritt in Erscheinung und erzeugt erst einmal ein entsprechendes Resonanzfeld.

Erlaube dir den Fluss der Gefühle, ohne dich in ihm zu verlieren. Atme ins Herz und akzeptiere die Schwere, die dort für kurze Zeit wahrnehmbar ist. Die Schwere entspricht deinem Urteil. Lässt du es los, kannst du dein Fühlen als erfüllend begreifen. 

Zurück bleibt transformierte, freie Energie, die wieder mit dir fließt, statt gegen dich zu wirken.

Ich kenne die Irritationen und Zweifel, die das kurze Anschalten der alten Erfahrungsfelder und die nachfolgenden Inszenierungen, in uns Menschen auslöst. Auf den ersten Blick sieht es aus, als hätte sich nichts verändert. Als würden dieselben schmerzhaften Erfahrungen sich in einer Endlosschleife manifestieren.
Die erste Frage, die mir in diesem Zusammenhang oft gestellt wird, ist: »Warum geschieht mir das?« Die zweite Frage, meist direkt danach: »Was hab ich falsch gemacht?« Doch nichts daran ist falsch. Es ist ein notwendiger Prozess. Die Wende aus der Not.

Die Wende aus der Not ist die Hinwendung zu dir selbst. Du bist es wert.

Deine Yanara


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